CONTAINER: FACTS & FIGURES

Popstar Madonna hat auf Reisen gern eine eigene Luxustoilette dabei. Bei einer Ausgabe der ZDF-Sendung „Wetten, dass…?“ soll sie sich einen Aluminiumcontainer mit Dusche und WC für 3.500 Euro gemietet haben. Der sieben Tonnen schwere Aluminium-Container war nur für sie selbst bestimmt. Andere hatten keinen Zutritt.

In den Wertstoffhöfen Ostdeutschlands gibt es sie schon, im Westen kommen sie demnächst: Neue Container für Kartons und Altpapier. Bemerkenswert ist ihr extrem kleiner Einwurfschlitz. Theoretisch soll dem Bürger so mehr Bewusstsein im Umgang mit Altpapier eingetrichtert werden. Bei den neuen Modellen muss man nämlich konsequent jede Zeitung einzeln in den Schlitz stecken und jeden Karton vorher zerkleinern. Eine interessante Idee, hätte man die Deckel der Behälter auch richtig befestigt.

Eine belgische Katze begang 2006 eine fünf Wochen dauernde Reise nach Kalifornien in einem Container mit Antiquitäten. Das getigerte Tier namens Flosh kam völlig abgemagert in San Francisco an der Westküste der USA an und erholte sich im nahen Oakland von den Strapazen. Kein Einzelfall: 2005 hatte es die Katze Emily geschafft, in einem versiegelten Container von den USA per Schiff nach Frankreich zu reisen. Der Besitzer dieser Katze, der Antiquitätenhändler Dany Wolfs aus Ypern, hatte seine Katze vermisst, seit er den Transportbehälter Anfang Februar mit alten Möbeln für Kunden in den USA gefüllt hatte.

Auf dem Münchener Oktoberfest wird so manches Fundstück abgegeben. Doch die Angestellten staunten nicht schlecht, als ein komplettes Dirndl auf einer der vielen mobilen Container-Toiletten entdeckt wurde. Niemand holte es ab.

Für einige tausend Gummi-Enten kam 2003 nach mehr als einem Jahrzehnt auf hoher See endlich wieder Land in Sicht. Sie waren 1992 während eines Sturms zusammen mit anderem Badewannen-Spielzeug von einem Containerschiff auf dem Weg von China in die USA ins Meer gefallen. Dank ihrer Reise durch drei Ozeane haben Forscher wichtige Erkenntnisse über die Meeresströmungen gewonnen. Zunächst ging es in den hohen Norden, wo die Enten 1995 für mehrere Jahre im Eis der Bering-Straße eingeschlossen waren. Im Jahr 2000 wurden sie dann vor Island gesichtet, ein Jahr später im Nordatlantik – ungefähr dort, wo die “Titanic” unterging. Die Enten dagegen erwiesen sich als unsinkbar. Einen Teil zog es nach Europa, andere tauchten den Angaben zufolge sogar am Strand von Hawaii auf. Nach Darstellung von Umweltschützern zeigt dies, wie lange und wie weit über Bord gegangene Ladung im Meer herumschwimmt.

Der australische Meeresbiologe Lloyd Godson verbrachte zwölf Tage in einem Container auf dem Grund eines Sees. Algen, die er mit seinem Urin goss, sorgten in dieser Zeit für zusätzliche Sauerstoffzufuhr.

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